Dammriss

Ich baue meine Seite gerade erst auf, daher sind noch nicht alle Verletzungen zu sehen. Es gibt definitiv mehr!

Je nach Geburtsverlauf, Größe und Schwere des Kindes und dessen Kopfumfang können die Beckenbodenmuskeln überdehnt oder auch eingerissen sein, z. B. bei einem Dammriss. Ein Dammriss wird nach Tiefe und Länge des Einrisses in unterschiedliche Grade eingeteilt.

  • Grad I: Der Riss ist oberflächlich und betrifft nur die Haut.

  • Grad II: Anteile der Beckenbodenmuskulatur sind zusätzlich etwas eingerissen.

  • Grad III: Der äußere Afterschließmuskel ist zusätzlich eingerissen.

  • Grad IV: Auch die Darmschleimhaut ist aufgerissen.

In manchen Fällen muss ein Dammschnitt durchgeführt werden, z. B. bei einer Saugglocken- oder Zangengeburt oder um insgesamt den Geburtsvorgang zu erleichtern. Wobei ein Dammschnitt einen erweiterten Dammriss zweiten oder dritten Grades eher noch begünstigen kann und der Heilungsprozess viel länger dauert als bei einem Dammriss.

Heutzutage werden eher selten Dammschnitte durchgeführt, da man festgestellt hat, dass ein natürlich gerissener Damm besser verheilt als ein Dammschnitt, auch wenn der Dammriss genäht werden muss.

Bei einem Dammriss zweiten Grades oder höher ist die Verletzung der muskulären Strukturen teilweise tiefer und wird mit einem selbst auflösenden Faden genäht. Leider kann es auch passieren, dass die Naht durch Belastung wieder aufgeht, z. B. wenn sich die Frau im frühen Wochenbett zu viel belastet und bewegt. Trotzdem muss diese Naht meistens nicht nachgenäht werden. Die Wunde schließt sich nach und nach, die Heilung dauert aber etwas länger.

Die Nachsorgehebamme kontrolliert regelmäßig die Wundheilung und empfiehlt verschiedene Möglichkeiten, um die Wundheilung zu unterstützen, z. B. Sitzbäder dreimal täglich mit Tannolact®. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Frau nicht direkt auf dem Damm sitzt, aus dem Liegen über die Seite aufsitzt und falls sie stillt, "damm-entlastend" stillt. Hier empfiehlt sich das Stillen im Liegen; es ist grundsätzlich entspannter und entlastet den Beckenboden.

Umfangreiche Beschwerden machen häufig Dammrisse III und IV. Denn wenn man sich vorstellt, dass der Afterschließmuskel verletzt ist und nicht korrekt schließt, kann daraus eine Stuhlinkontinenz resultieren. Evtl. muss eine Nachkorrektur des Afterschließmuskels und des Darms erfolgen. 

Je nachdem wie umfangreich die Beckenbodenmuskulatur verletzt, eingerissen oder sogar abgerissen ist  - Avulsion des m.levator ani - kann der Beckenboden die Lage von Darm, Harnblase und Vagina nicht mehr korrekt stabilisieren und in ihrer ursprünglichen Position halten. Eine Senkung / ein Prolaps ist vorprogrammiert. 

Was ist zu tun? Eine sinnvolle Beckenbodenrehabilitation ist das A und O bei einem Dammriss, der nachhaltig Beschwerden verursacht. Wenn Du also Beschwerden, Schmerzen, Stechen, Senkungs- / Druckgefühl hast, ist es wichtig dem Beckenboden den richtigen Weg zur optimalen Funktion und Stabilität zu zeigen. Und es funktioniert! 

Du hattest einen Dammriss und daraus resultierende Beschwerden?

 

Dann trainiere mit mir - ich unterstütze Dich und zeige Dir und Deinem Beckenboden den richtigen Weg!